Die Stadt Blieskastel erstellt zurzeit ein Gemeindeentwicklungskonzept (GEKO), das die zukünftige Entwicklung der Stadt vorzeichnet. Sie als Bürger und Bürgerin sind im Rahmen dieser Online-Beteiligung dazu eingeladen, über wesentliche Handlungsfelder, die die Zukunft der Stadt betreffen, mitzudiskutieren.
Wir sind gespannt auf Ihre Anregungen und Hinweise!
Beteiligen Sie sich
ab 31.08.2015!

Ein Gemeindeentwicklungskonzept für Blieskastel

Der Rückgang der Bevölkerung und der wachsende Anteil älterer Menschen, eine angespannte Haushaltslage, aber auch andere gesellschaftliche, wirtschaftliche und klimatische Veränderungen stellen die Städte und Gemeinden in weiten Teilen Deutschlands vor große Herausforderungen.

Ein Stadt- oder Gemeindeentwicklungskonzept (GEKO) nimmt sich dieser Herausforderungen an, indem es alle städtischen Themenfelder von der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung über das Bauen und Wohnen bis hin zu den Infrastruktureinrichtungen durchdringt und daraus Handlungsempfehlungen ableitet. Ziel des GEKO ist eine auf die Bedarfe und die finanziellen Möglichkeiten der Stadt zugeschnittene, zielgerichtete Entwicklungsstrategie für den Zeitraum der nächsten 10 bis 15 Jahre. Das GEKO beinhaltet Anpassungen für alle wesentlichen kommunalen Handlungsfelder. Seinen Schwerpunkt bilden Erörterungen rund um den Erhalt von Infrastruktureinrichtungen, Maßnahmen zur Stärkung der Ortskerne und die Zuweisung von klar definierten Funktionen für die einzelnen Stadtteile Blieskastels.

Kommunale Handlungsfelder in Blieskastel

Bereits heute sind in einzelnen Stadtteilen der Stadt Blieskastel keine Lebensmittelgeschäfte mehr vorhanden. Für ältere, weniger mobile Mitbürger kann dies ein Problem darstellen, das mit einer zunehmenden Anzahl älterer Mitbürger zukünftig an Bedeutung gewinnt. Vielfach finden sich Hilfen in Form von Familie, Freunden und Nachbarn, die eine adäquate Versorgung sicherstellen.

  • Funktioniert dieses Versorgungsmodell (Hilfen in Form von Familie, Freunden und Nachbarn) Ihrer Meinung nach und reicht dieses auch weiterhin aus?
  • Würden Sie einen „Mobilen Markt“ (z.B. Bäcker, Metzger, Milcherzeugnisse, Obst und Gemüse,…) einmal die Woche in Ihrem Stadtteil nutzen?
  • Haben Sie andere Ideen, mit denen eine bessere Nahversorgung erreicht bzw. eine solche aufrechterhalten werden kann?

Die Aufrechterhaltung von Einrichtungen der sozialen Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, Feuerwehrhäuser, Friedhofshallen, Mehrzweckhallen, Sportplätze, Spielplätze, Freizeiteinrichtungen etc.) stellt einen hohen Kostenfaktor für die Stadt Blieskastel bei einer sinkenden Einwohnerzahl dar. Zukünftig ist ggfs. eine Reduzierung der Einrichtungen in Abhängigkeit der Bedarfe notwendig. Stattdessen rückt eine stadtteilübergreifende, kooperative Nutzung in den Vordergrund.

  • Welche Einrichtungen (Feuerwehrhäuser, Friedhofshallen, Mehrzweckhallen, Sportplätze etc.) können aus Ihrer Sicht auch gemeinsam genutzt werden?
  • Wo sehen Sie Schwierigkeiten?
  • Wie könnten die Kosten für die Nutzung und Instandhaltung der Einrichtungen Ihrer Meinung nach anderweitig reduziert werden?

Der vorangegangene Prozess hat gezeigt, dass in allen Stadtteilen ein intaktes Zusammenleben und eine gelebte Dorfgemeinschaft bestehen. Vielfach fußt dies auf den verschiedenen, im Dorfleben integrierten Vereinen und den sich darin ehrenamtlich engagierenden Personen.

  • Wie kann dieser Zusammenhalt ihrer Meinung nach auch zukünftig erhalten werden?
  • Haben Sie Ideen, wie Ehrenamt und ehrenamtliches Engagement im Stadtteil und im Verein gefördert werden kann?
  • Welche Faktoren würden dazu beitragen, dass Sie sich stärker in ihrem Stadtteil oder im Verein engagieren?

Wie wird das GEKO erarbeitet?

Mit der Erstellung des GEKO wurde eine externe Bürogemeinschaft beauftragt. Diese erarbeitet das Konzept in enger Abstimmung mit einer fachübergreifenden Verwaltungsgruppe unter Federführung des Fachbereiches Umwelt, Planung und Bauen. Des Weiteren findet eine Begleitung durch eine eigens für die Erstellung des GEKO eingerichtete Lenkungsgruppe statt, die neben Vertretern aus der Politik auch relevante Fachleute aus dem Kreis und der Region zu Rate zieht. Wesentlich ist darüber hinaus auch die Einbeziehung der Ortsvorsteherin und Ortsvorsteher sowie der Bürgerinnen und Bürger.

Die Erstellung des GEKO gliedert sich auf der Planungsseite in die folgenden Phasen:

Bestandsaufnahme und Analyse

Umfangreiche Erarbeitung der demografischen, wirtschaftlichen, siedlungs- und infrastrukturellen sowie städtebaulichen Ausgangslage. Die Bestandsaufnahme basiert methodisch auf einer Auswertung vorliegender Quellen, der Analyse von Sekundärdaten, dem Austausch mit den zuständigen Fachbereichen der Verwaltung und Gesprächen mit lokalen Experten.

Zielfindungsprozess

Analyse der Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken (SWOT-Analyse) für die Stadt Blieskastel. Ziel ist es, Grundlagen für die folgenden Zieldiskussionen und die Entwicklung von Handlungsoptionen zu erarbeiten. Daraus werden ein gesamtstädtisches Leitbild und konkrete Ziele der Stadtentwicklung abgeleitet, die als Grundlage für die Handlungsstrategie und die Handlungsoptionen dienen.

Handlungsstrategie

Entwurf einer ressortübergreifenden Handlungsstrategie für die Entwicklung der Stadt Blieskastel in den nächsten 15 Jahren. Die Handlungsstrategie legt Grundsätze für die Weiterentwicklung der beeinflussbaren Rahmenbedingungen unter den gegebenen demografischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fest und benennt Handlungsmöglichkeiten.

Gemeindeentwicklungkonzept

Dies alles mündet schließlich in ein umfassendes Gemeindeentwicklungskonzept.

Ablauf der GEKO-Entwicklung

Der Prozess zur Erarbeitung des GEKO ist schon gut voran geschritten. Die umfangreichen Analysen zur Ausgangslage konnten weitestgehend abgeschlossen werden. Neben der Leitbildentwicklung und Zielfindung geht es nun an die Entwicklung von Strategien und Handlungsoptionen.

Hierbei wollen wir Sie konkret beteiligen und anhand der ausgewählten Handlungsfelder Anpassungsmöglichkeiten und Bedarfe diskutieren, denn ein wichtiger Bestandteil bei der Erstellung des GEKO bildet einerseits die Einbeziehung der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher der Stadtteile, andererseits der betroffenen Bürgerinnen und Bürger als lokale Experten. So wurden zu Beginn des Prozesses zunächst mit allen Ortsvorstehern Gespräche vor Ort im Stadtteil geführt, um lokale Besonderheiten aber auch Problemlagen zu identifizieren. In einer ersten Bürgerinformation wurde über die Erstellung des Stadtentwicklungskonzeptes informiert, bevor im Rahmen von Stadtteil-Workshops eine vertiefte Diskussion erfolgte. Diese Online-Diskussion stellt einen weiteren Baustein zur Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger dar.

Projekteam und Kontakt

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66121 Saarbrücken
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Fax: 0681 93646 33
Email:schreiber@isoplan.de
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67655 Kaiserslautern
Tel.: 0631 36245 23
Fax: 0631 36245 99
Email: herz@firu-mbh.de
www.firu-mbh.de

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66440 Blieskastel
Tel.: 06842 926-0
Fax: 06842 926-2001
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